Wer wir sind

Förderprogramm Klimaanpassung sozialer Einrichtungen

Regenwassermanagement

Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der
Kaspar Hauser Stiftung in der Rolandstraße in Berlin

 

Fördergeber

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Logo Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Projektträgerin

z.u.g. Zukunft Umwelt Gesellschaft

z.u.g.

Klimaanpassung 
sozialer Einrichtungen
Förderschwerpunkt 2.1
Förderkennzeichen AnpaSo, 67 APS1720

Zuwendungsempfänger

Kaspar Hauser Stiftung
Vertreten durch die Vorständin Frau Birgit Monteiro
Rolandstr. 18, 13156 Berlin

Beteiligte

Oikotec GmbH,Kiefholzstr.19-20, 12435 Berlin 
(Planungsbüro Niederschlagsbewirtschaftung)

gruppeF, Freiraum für Alle GmbH, Lützowstr. 102-104, 10785 Berlin 
(Planungsbüro Freiraumplanung)

Perspektive GmbH, Dieffenbachstr. 37, 10967 Berlin 
(Projektsteuerung)

Laufzeit der Fördermaßnahme

2024-2026

Ziel und Inhalt der Fördermaßnahme

Die Fördernehmerin, die Kaspar Hauser Stiftung (KHS) ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts und bietet Menschen mit einer geistigen und/oder schwerst-mehrfachen Behinderung sowie psychisch Erkrankten einen Arbeits-, Wohn- und Lebensort.

Als Schutzziele für die geplante Standortentwicklung hat die Kaspar Hauser Stiftung die nachhaltige Aufwertung und den Erhalt der Grünflächen sowie die uneingeschränkte Barrierefreiheit als bauliche Grundlage für Inklusion definiert. Diese werden mit oberster Priorität verfolgt und sind auch Inhalt des im Rahmen dieser Förderung umzusetzenden Vorhabens. 

Der Gesamt-Standort Rolandstraße 17a,18,19 soll nachhaltig und im Sinne einer integrierten Inklusion mit dem Fokus auf Klimaschutz und Klimaanpassung gemäß den Zielen der KHS entwickelt werden. 

Das ökologische Konzept wurde integriert für Wasser und Freiraum entwickelt. 

Das Konzept beinhaltet zur Rückhaltung und Verwendung des kompletten Niederschlagswasser die Elemente Hebeanlagen, Zisternensystem im Gebäude mit Regenwassernutzungsanlage sowie– Versickerungsflächen teilweise als Pflanzflächen und Mulden.

Die Entwässerung der befestigten Hoffläche erfolgt (flächig) in die umliegenden Grünflächen und speist über offene Rinnen ein Schilf-Kieswasserbeet das einen Überlauf auf die offene Rasenfläche im südöstlichen Bereich des Grundstücks (Festwiese) hat und das Regenwasser flächig versickert. 

Das Wasser der Dachflächen wird in einer Zisterne gesammelt, den Überlauf bildet eine kaskadierende Versickerungsmulde.

Folgende Maßnahmen sind Bestandteil des integrierten Regenwassermanagements

  • Regenwassersammelanlage Systemzisterne im UG des Gebäudes Rolandstr. 18
  • Regenwasserzentrale mit Pumpensteuerung und Sensorik
  • Pumpensystem inkl. Schächte und Vorfilterung zum Regenwassersammlungssystem und zur Versickerungsmulde
  • Bodenaustausch im Bereich von Versickerungsflächen
  • Stützmauer und Böschungssicherung zur Herstellung der Versickerungsmulde
  • Differenzierte klimaangepasste Bepflanzung

Auf Grund des hohen Grundwasserstands sowie vorhandenen Bodenbelastungen (Grundstück ist im Bodenbelastungskataster eingetragen und bestätigende Laboranalysen liegen vor) erfolgte ein Genehmigungsverfahren bei der Wasserbehörde mit Beteiligung des Umweltamts. Auf Grund der nachhaltigen Entwicklungsziele und zukunftsweisender Ressourcenbewirtschaftung sowie ausreichend zur Verfügung stehenden Regenwasserdargebots wird ebenfalls eine Nutzung des Regenwassers im Haus Rolandstr. 18 und 19 für die Toilettenspülung sowie im Außenbereich festgelegt. Die hierfür notwendige Regenwasserzentrale mit u.a. Kellertank-Systemzisterne, Pumpentechnik und Sensorik ist im Kellergeschoß des Gebäudes Nr. 4 (Werkstattbereich) verortet.

 

Grafik: gruppe F in Zusammenarbeit mit oikotec

Grafik: gruppe F in Zusammenarbeit mit oikotec

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